Pflanzschnitt
Eine wichtige Voraussetzung für problemfreies Anwachsen und eine gute Weiterentwicklung neu gepflanzter Bäume ist ein Pflanzschnitt. Die Art und Intensität eines solchen Schnittes richtet sich zum einen nach der Baumart. Ulmen sollten in der Regel etwas intensiver geschnitten werden, ähnlich wie Linden und Ahorn.
Weiterhin muss der Zustand der Krone berücksichtigt werden, mit der der Baum aus der Baumschule kommt. Bäume sind Lebewesen und ihr Wachstum unter den Zufälligkeiten des Witterungsverlaufes deshalb nicht normierbar. Kalte Jahre in der Baumschule haben vielleicht kaum Schnittmaßnamen nötig und möglich gemacht (man kann nur abschneiden, was vorher gewachsen ist), die Kronen haben deshalb nun auf der Baustelle einen umfänglicheren Auslichtungsschnitt nötig. Oder günstige Wachstumsbedingungen haben in der Baumschule einen zusätzlichen korrigierenden Schnitt nötig gemacht, dann ist auf der Baustelle weniger zu schneiden.
Ob die Bäume ohne Ballen, mit Ballen oder aus dem Container gepflanzt werden, ob im Herbst oder Frühjahr (möglicherweise schon mit austreibenden Knospen), hat ebenfalls Einfluss auf die Intensität des Pflanzschnittes.
Die Bilder 1 und 2 zeigen Ulmus ’Rebona‘ vor und nach dem Pflanzschnitt (die Bäume haben im Oktober noch ihr Laub, was bei Pflanzung von Containerbäumen kein Problem ist).
Selbst bei ’Bilderbuchbäumen‘ ist ein Pflanzschnitt nötig. Die Bilder 3 und 4 zeigen einen solchen Baum der Sorte ’New Horizon‘ vor und nach dem Pflanzschnitt.
Im Zweifel ist ein schärferer Schnitt besser als gar keiner.
Die Bilder 5 bis 7 zeigen einen von neun Bäumen der Resista®-Ulme ’New Horizon‘, die im Frühjahr 2003 als 16-18er einen sehr scharfen Pflanzschnitt erhielten (die Bäume waren ursprünglich für die baumschulische Weiterkultur bestimmt) und sich sehr gut entwickelt haben.








